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Kletterpark mit Kindern – ab welchem Alter geht was?

Manche Anlagen lassen Kinder ab zwei Jahren klettern, andere gehen nach Körpergröße statt nach Alter. Ein Überblick über die Regeln und worauf Eltern achten sollten.

Die häufigste Frage vor dem ersten Ausflug: Darf mein Kind da überhaupt rauf? Eine einheitliche Antwort gibt es nicht, weil die Betreiber unterschiedlich messen.

Alter oder Körpergröße?

Zwei Systeme sind üblich:

  • Nach Alter. Der Abenteuerpark Gröbming und der Kletterwald Hornpark starten bei 3 Jahren, der Waldseilpark Tscheppaschlucht bei 5, der Kletterpark Goldberg bei 6.
  • Nach Körpergröße. Der Waldseilpark Pyramidenkogel verzichtet dank durchgehendem Safety-Line-System ganz auf eine Altersgrenze und verlangt nur 120 cm. Auch der Waldseilpark Golm arbeitet mit 120 cm, der Kletterpark Schöckl staffelt nach Parcours: 100 cm für grün und blau, 130 cm für rot, 140 cm für den schwarzen Parcours.

Der Grund für die Größengrenze ist praktisch: Das Kind muss die Sicherung selbst bedienen oder zumindest sicher an den Stahlseilen hängen können, und es muss von Plattform zu Plattform reichen. Ein großes Vierjähriges kommt damit weiter als ein kleines Sechsjähriges.

Die Begleitregel

Fast überall gilt: Unter 14 Jahren klettert ein Erwachsener mit. Wichtig ist das Verhältnis – in vielen Anlagen betreut ein Erwachsener maximal drei Kinder, im Hochseilpark Nockberge zum Beispiel gilt genau diese 1:3-Regel. Wer mit vier Kindern anrückt, braucht also zwei Erwachsene, die selbst mitklettern und nicht nur zuschauen.

Und: Mitklettern heißt mitklettern. Wer selbst Höhenangst hat, sollte das vorher wissen – es hilft niemandem, wenn die Begleitperson auf halber Strecke feststeckt.

Was für die Kleinsten geht

Ein paar Anlagen haben eigene Bodenparcours für Kindergartenkinder. Im Kletterpark Schlossberg Lienz klettern Kinder schon ab zwei Jahren in Bodennähe, in Gerlos gibt es 15 eigene „Kidslines" und einen Juniorparcours ab 105 cm Körpergröße. Der Abenteuerpark Achensee verzichtet ganz auf Grenzen, solange ein Erwachsener mitgeht.

Praktische Tipps für den ersten Besuch

  1. Vorher anrufen oder auf der Betreiberseite nachlesen. Altersgrenzen ändern sich, wenn Parcours umgebaut oder Sicherungssysteme getauscht werden.
  2. Zeit großzügig planen. Ein Kinderparcours dauert selten unter einer Stunde, große Anlagen füllen locker einen halben Tag.
  3. Festes Schuhwerk, lange Haare zusammenbinden. Handschuhe sind an vielen Kassen ausleihbar und ersparen Blasen an den Stahlseilen.
  4. Nicht überfordern. Der erste blaue Parcours entscheidet, ob es Spaß macht. Es ist völlig in Ordnung, nach zwei Runden aufzuhören.
  5. Wetter checken. Bei Gewitter wird jede Anlage geräumt – manche schließen schon bei Dauerregen.

In unserer Übersicht kannst du nach dem Alter deines Kindes filtern. Der Filter zeigt nur Anlagen, für die uns eine belegte Altersangabe des Betreibers vorliegt – bei allen anderen fragst du besser direkt nach.

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